Interview mit dem TuS Haardt 1886 e.V.:

1. Welcher Projektidee widmet sich Ihr Verein?

Unser Verein widmet sich der Erhöhung von digitalisierten Sportangeboten für die Altersgruppen Kinder und Senioren.


2. Welche Herausforderungen haben in Ihrem Verein dazu geführt, dass Sie sich dieser Projektidee widmen?


Ausschlaggebend für unsere Projektidee waren die Konsequenzen aus der seit über zwei Jahren andauernden Pandemie. Viele unserer Mitglieder konnten oder wollten nicht mehr an den Sportangeboten teilnehmen und traten auch aus dem Verein aus. Außerdem zogen sich Übungsleiter aus dem Vereinsgeschehen zurück und konnten nicht mehr ersetzt werden. Eine weitere Herausforderung, die wir bewältigen wollten, war es den Verein grundsätzlich attraktiver zu machen. Das sollte dazu führen, dass z.B. Fahrzeiten von Übungsleitern oder Teilnehmern zum Veranstaltungsort reduziert werden. Des Weiteren hat die vereinseigene Turnhalle zu hohe Belegungszeiten und städtische Sporthallen sind nur im geringen Umfang zum Ausweichen vorhanden. Alternativen müssen Vorort-Angebote ersetzen/ergänzen.


3. Welche Ziele verfolgen Sie mit der Umsetzung der Projektidee im Bereich der Digitalisierung?

Das erste Ziel von uns ist es, technische und inhaltliche Plattformen für ausgewählte Sportangebote zu schaffen, die entweder Online oder als Hybridangebote für die Teilnehmer erreichbar sind.
Außerdem wollen wir eine erhöhte Akzeptanz für digitales Unterrichten bei Teilnehmern und Übungsleitern erreichen und insgesamt erhoffen wir uns eine generelle Verbesserung der Überlebensfähigkeit des Vereins durch Erhöhung der Attraktivität.



4. Wie weit konnten Sie Ihre Projektidee bereits umsetzen? Welche Projektschritte konnten Sie bereits erfolgreich umsetzen?


Die technische Plattform ist vollständig beschafft und funktionsfähig. Sportangebote werden als Hybridveranstaltung angeboten und auch durch Übungsleiter und Teilnehmer angenommen.



5. Welche positiven Veränderungen erwarten Sie nach der erfolgreichen Projektumsetzung? Gibt es bereits positive Auswirkungen, die sich im Prozess der Projektumsetzung für Ihren Verein ergeben haben?


Der TuS Haardt erhofft sich im Laufe der Zeit eine weiter steigende Attraktivität, sowie eine bessere „Wetterfestigkeit“ bei zukünftigen Auswirkungen durch Pandemien oder anderen Ereignissen, die den Betrieb des Vereins beeinflussen.

Es gibt aber schon jetzt positive Auswirkungen des Projekts. Grundsätzlich ist es bemerkenswert, dass sich viele Teilnehmer (besonders Senioren!) sehr positiv über das Angebot äußern. Außerdem konnte der Verein durch das Projekt sehr werbewirksam in den lokalen Medien Aufmerksamkeit erregen.



6. Inwiefern hilft Ihnen die Teilnahme an „Sportverein der Zukunft – mit BASF fit für die Digitalisierung“ bei der erfolgreichen Projektdurchführung? Was hat Ihnen bisher besonders geholfen?


Natürlich ist die finanzielle Unterstützung wichtig für mittelgroße Vereine wie den TuS Haardt. Aber auch die Kontakte zu ähnlichen Vereinen mit ähnlichen Herausforderungen brachte und bringt uns noch immer großen Mehrwert und neue Digitalisierungsideen.

Trotz hohem Anspruch und hohem Aufwand, sind wir angenehm überrascht über die Professionalität der Berater von Nielsen Sports. Nicht nur technische Ratschläge und Hilfe zur Auswahl der technischen Ausstattung, auch fundierte Tipps zu Inhalten oder Suche nach geeigneten Übungsleitern waren sehr hilfreich.



7. Wie wird es nach der Umsetzung Ihrer Projektidee in Sachen Digitalisierung in Ihrem Verein weitergehen? Haben Sie bereits Inspiration für neue Digitalisierungsprojekte sammeln können?


Auf jeden Fall werden wir die Digitalisierung von Sportangeboten vorantreiben! Natürlich werden uns auch immer mehr die Grenzen dieser Digitalisierung bewusst, aber durch die aktive Überwindung dieser Grenzen entwickeln sich wieder neue Möglichkeiten zur weiteren Veränderung.

Eine konkrete Idee außerhalb der Sport Digitalisierung ist der Einsatz von digitalen Zugangssystemen für die eigene Turnhalle, um die „Hausmeisteraufwände“ zu reduzieren. Ein weiteres, aber etwas kleineres Projekt ist die Steuerung und Überwachung der Heizsysteme in der Turnhalle.



8. Würden Sie auch anderen Vereinen empfehlen, sich bei der Initiative Sportverein der Zukunft zu bewerben? Wenn ja, warum?


Auf jeden Fall sollten auch andere Vereine an dieser Initiative teilnehmen. Gerade engagierte Mitglieder*innen in Vereinen bewegen sich meist nur im eigenen Umfeld und schaffen es selten über den eigenen Tellerrand zu schauen. Eine digitale Weiterentwicklung durch Anreize ist dadurch nur eingeschränkt möglich. Solche Anreize werden durch die engagierten Berater erzeugt!

Allerdings sollte man sich des Umfangs vom Projekt im Klaren sein. Um ein positives Ergebnis zu erzielen ist Arbeitsaufwand notwendig. Die notwendige Manpower ist aber bei kleinen oder mittelgroßen Vereinen nur sehr schwer bereitzustellen. Daher gilt es im Vorfeld genau zu analysieren ob geeignete und engagierte Mitglieder*innen vorhanden sind.


 


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